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Vorbeugen ist besser als heilen“

Gesundheitsprävention ist ein Schwerpunkt unseres Arbeitens.

Wenn man die Menschen fragt, was das Wichtigste in Ihrem Leben ist, antworten fast alle: „Gesundheit“. Prävention hilft Ihnen Ihre Gesundheit zu erhalten

Prävention heißt für uns: „Bestimmung und Beurteilung der Risikofaktoren und der persönlichen Lebenssituation und Überprüfung des Organismus auf möglicherweise bereits vorhandene Organschädigung“

Aus diesem „Fingerprint“ Ihrer aktuellen Gesundheitssituation entwickeln wir mit Ihnen ein Konzept zur Gesunderhaltung.

Zur Diagnostik führen wir spezielle Laboruntersuchungen durch, haben besondere apparative Möglichkeiten das Herz- und Gefäßsystem hinsichtlich des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos  zu untersuchen  sowie das Gefäßalter und seine Reaktionsmöglichkeiten (Gefäßreagibilität) zu überprüfen.

Wir nutzen auch die Möglichkeit das autonome Nervensystem hinsichtlich seiner Grundeinstellung und seiner Reaktionsbreite „Fire of Live“, das Feuer des Lebens zu überprüfen. Hierzu verwenden wir hochauflösende Langzeit-EKG´s  zur Bestimmung spezieller Herzfrequenzvariabilitätsparameter.

Fire of Life: Mit freundlicher Unterstützumg durch Schiller-Medilog

Herzfrequenzvariabilität (HRV Diagnose)

Warum sollte die HRV gemessen werden?
Eingeschränkte autonome Regulation ist generell ein Zeichen für einen schlechten Gesundheitszustand. Mit Hilfe einer HRV Analyse ist es erstmals möglich die Auswirkungen einer empfohlenen Therapie bzw. einer Lebensstilveränderung auf den Gesundheitszustand auf positive Wirksamkeit hin zu überprüfen. Eine gesteigerte HRV (verbesserte autonome Regulation) zeigt den Erfolg der gewählten Therapie. Mittels HRV Analyse kann die Regulationsfähigkeit (Vitalität) des Körpers unter die Lupe genommen werden.

Einige Beispiele für den Einsatz der HRV Diagnose:

  • Schlafqualität Hypo- & Apnoe Screening
  • Herz-Kreislauf Risiko
  • Gesundheitsmanagement
  • Stresstoleranz
  • Trainingssteuerung
  • Präventivmedizin

Wie wirkt sich die HRV positiv auf unsere Gesundheit aus?

Solange wir uns an äußere Gegebenheiten anpassen und mit unterschiedlich schnellem Herzschlag darauf reagieren können, solange sind und bleiben wir gesund. Krank werden wir erst, wenn unser Körper unfähig ist, flexibel zu reagieren. Das kann körperlich bedingt sein bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Neuropathie, Arteriosklerose beziehungsweise akut bei Fieber und Grippe oder auch bei psychischen Erkrankungen (Depression). Der Herzschlag eines kranken Menschen zeigt wesentlich geringere Veränderungsmöglichkeiten als bei einem gesünderen Menschen, also eine geringere Variabilität.

Grundlagen der Herzfrequenzvariabilität

NervensystemDas vegetative Nervensystem oder autonome Nervensystem bildet zusammen mit dem somatischen Nervensystem* das periphere Nervensystem des Menschen. Die „Autonomie" bezieht sich auf den Umstand, dass über das vegetative Nervensystem biologisch festliegende, automatisch ablaufende innerkörperliche Anpassungs- und Regulationsvorgänge vermittelt werden, die deswegen vom Menschen willentlich nicht direkt, also allenfalls indirekt beeinflusst werden können. Der Begriff „autonomes Nervensystem" wurde vom britischen Physiologen John Newport Langley geprägt.

(*das somatische Nervensystem wird auf Grund der bewussten Kontrolle von Körperfunktionen auch als willkürliches Nervensystem bezeichnet. Es regelt die Funktionen, die der Beziehungen zur Außenwelt dienen, also der willkürlichen und reflektorischen Motorik sowie der Oberflächen- und Tiefensensibilität.
Im somatischen Nervensystem gibt es zwei wesentliche Arten von Nerven. Zum einen sind das die sensorischen Nerven, die z.B. für den Tastsinn verantwortlich sind, und zum anderen die motorischen Nerven, die die Muskulatur steuern.)

Über das vegetative Nervensystem werden zur Aufrechterhaltung der inneren Selbstregulation die lebenswichtigen Funktionen („Vitalfunktionen") wie Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert. Auch andere Organe oder Organsysteme werden vom vegetativen Nervensystem innerviert, so beispielsweise die Sexualorgane, Organe wie die Schweißdrüsen, das Blutgefäßsystem (Blutdruck) oder die inneren Augenmuskeln (Pupillenreaktion).

Da die Herzfrequenz vom autonomen Nervensystem kontrolliert wird, ist es möglich mit Hilfe eine Analyse der Herzfrequenz den Zustand des autonomen Nervensystems zu bestimmen.

Viele Regelsysteme des Körpers versuchen auch über eine Veränderung der Herzfrequenz ihr Regelziel zu erreichen. Grob kann man drei Frequenzbänder einzelnen, „starken“ Phänomenen zuordnen:

  • Niedrige Frequenzen sind eng ans sympathische Nervensystem gekoppelt. Physische Aktivität und Temperaturregelung bilden sich in diesem Frequenzband ab.
  • Schwingungen im Bereich um 0,1 Hz (Perioden um 10 Sekunden) sind hauptsächlich von der Blutdruckregelung verursacht (Barorezeptor-Kreis oder Barorezeptor-Reflex)
  • Die hohen Frequenzen um etwa 0,25 Hz werden dem parasympathischen Nervensystem zugeordnet. Ein hoher Vagus-Tonus zeigt einen entspannten oder erholten Zustand an (z.B. Tiefschlaf).

Die Herzfrequenzvariabilität liegt im Bereich weniger tausendstel Sekunden. Dementsprechend schnell muss das zugrunde liegende EKG abgetastet und ausgemessen werden. Um eine qualitativ hochwertige HRV-Analyse zu erzielen, wird eine minimale Abtastrate des EKG von 1000mal pro Sekunde benötigt.

Der von uns dafür eingesetzte medilog® AR12 Plus macht dies sogar  8000 Mal pro Sekunde!  Die Geräte arbeiten 10 – 20 x präziser als Standard-EKG’s in einer Intensivstation!

Das Leistungs-Spektrogramm

Um Veränderungen während einer 24 Stunden Messung darzustellen, wird eine Messung in 5-Minuten lange Episoden unterteilt. Für jede dieser Episoden wird nun eine Frequenzanalyse durchgeführt.

LeistungsspektrumWenn man nun die Bergspitzen mit kräftigen Farben und die Täler mit leichten Farben einfärbt, ergibt sich ein Bild, das an ein Feuer erinnert. Und wirklich deutet ein „loderndes“ Bild auf einen gesunden Menschen hin, während ein „abgebranntes“ Feuer auf eine eingeschränkte Regulationsfähigkeit hinweist.

Informationen (von uns modifiziert) mit freundlicher Genehmigung von Schiller-Medilog