0

Herzrhythmusstörungen

Störungen des Herzrhythmus können in allen Lebensaltersstufen auftreten. Dabei unterscheiden wir langsame (bradykarde) von schnellen (tachykarde) Herzrhythmusstörungen. Sie imponieren als bemerkte Aussetzer, Herzrasen oder als Herzstolpern und können mit weiteren thorakalen Mißempfindungen jedoch auch mit Schwindel verknüpft sein. Auch das plötzliche Hinstürzen mit Bewußtlosigkeit kann durch Herzrhythmusstörungen ausgelöst sein. Je nach Ursprung unterscheiden wir supraventrikuläre (aus der Vorkammer) von ventrikulären (aus der Herzkammer) Herzrhythmusstörungen. Eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen ist Vorhofflimmern mit der Gefahr einer Gerinnselbildung im Herzen, wodurch es zu Embolien mit z.B. einem Schlaganfall kommen kann.

 

Zur Diagnostik nutzen wir sämtliche EKG-Verfahren, das Ruhe-EKG, die Ergometrie und die Langzeit-EKG-Analyse.

Wir setzen zur Diagnostik von Herzrhythmusstörungen ein hochsensitives LZ-EKG mit einer der höchsten überhaupt verfügbaren Auflösungen (16 bit – die meisten Systeme verwenden 8 – max. 12 bit) ein. Damit gelingt es uns, anders als mit normalerweise verwendeten Standard-EKG-Geräten insbesondere seltenen Phasen z.B. von Vorhofflimmern zu erkennen.

 

Darüberhinaus nutzen wir unser höchstauflösendes LZ-EKG in der Präventionsmedizin zur Beurteilung der Stresswirkung auf den Organismus  „Fire of Life“.

Während das Langzeit-EKG auch 24-Stunden-EKG genannt meist für einen ganzen Tag angelegt wird nutzen wir bei sehr selten auftretenden Herzrhythmusstörungen, die man im Langzeit-EKG nicht dokumentieren konnte einen Ereignisrekorder (Eventrekorder), den man z.B. für 2 Wochen ausleihen und bei auftretenden Herzrhythmusstörungen auf die Brust auflegen kann. Auf diese Weise konnten wir mehrfach erstmalig Herzrhythmusstörungen aufzeichnen und eine entsprechende Therapie einleiten.

Die antiarrhythmische Therapie gründet sich auf mehrere Säulen wie die medikamentöse Therapie, die Elektrokardioversion („Elektroschock“), eine Elektrophysiologische Untersuchung im Herzkatheterlabor häufig kombiniert mit einer Ablationstherapie (v.a. bei tachykarden Herzrhythmusstörungen).

 Eine weitere Therapieoption stellt die Implantation eines Herzschrittmacher, eines Defibrillators (ICD) bzw. eines biventrikulären Herzschrittmachers dar.